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Donnerstag, den 12. August 2010 um 20:08 Uhr |
Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern, in keiner Not uns trennen und Gefahr. Wir wollen frei sein, wie die Väter waren, eher den Tod, als in der Knechtschaft leben. Wir wollen trauen auf den höchsten Gott und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen...............
Da stehen also die drei Eidgenossen umringt von lauter rot gekleideten kleinen Kämpfern und schwören den Eid. Die Schweiz ist somit gegründet und das wird mit einem feinen Essen unserer zwei super Köchinnen gefeiert.

Aber wie ist es überhaupt so weit gekommen? War da nicht noch ein Mann namens Gessler, der uns unterdrückte? Einige Stunden vorher sah die Welt noch ganz anders aus. Wir waren mit Wilhelm Tell unterwegs, der uns seine Heimat zeigte. Unterwegs lernten wir verschiedene Dinge, wie Armbrustschiessen, Kartenlesen, Morsen und es herrschte, ausser dem leisen Geklöne von einigen Erschöpften und den kleinen Streichen von ein paar Übermütigen Friede im Land.
Doch plötzlich war es geschehen. Es tauchten zwei Soldaten auf, die eine lange Stange mit einem Hut darauf aufstellten. „Grüsst diesen Hut“ riefen sie mit lauter Stimme. „Nichts da,“ sagte Tell und ging ohne zu grüssen am Hut vorbei.
Es würde zu weit führen, hier die ganze Geschichte mit dem Apfelschuss zu erzählen, aber auf jeden Fall beschlossen wir zu kämpfen. Wir wollten endlich frei werden von diesem Unterdrücker. „Wir könnten dem Gessler in der hohlen Gasse auflauern“, sagte Tell. Das taten wir dann auch. Es knackte im Gebüsch, die Spannung war gross und wir waren fest entschlossen, alles zu geben. Da hörten wir Schritte, die kamen näher und näher, und da tauchte unser Feind tatsächlich auf. Wir stürzten uns aus dem Gebüsch und überwältigten den grossen Gessler mit vereinten Kräften. Da lag er also, der grosse Mann.
„Das haben wir aber gut gemacht“ meinte ein kleiner Junge, denn wir haben gesiegt!
Das ist die Geschichte, die wir auf unserer Tageswanderung erlebten. Wir lernten aber in diesem Lager noch vieles mehr über die Schweiz kennen. Nach dem täglichen Singen der Nationalhymne, bei der die Schweizer Flagge neben dem schönen Lagerhaus in Niederuzwil aufgezogen wurde, ging es meistens mit einem Anspiel unseres Touristenführers und seinen beiden Touristen los. Wir spielten Geld, Militär, und andere Geländespiele, bauten eine Seilbrücke, kämpften am Schwing- und Älplerfest um den Sieg, waren am Filmfestival in Locarno, bastelten, redeten, sangen ......... und lernten auch jeden Tag etwas aus der Bibel kennen. Bei den Grossen war es die Geschichte von Jesus, seine Geburt, sein Leben auf der Erde, sein Tod und das Leben danach. Uns wurde auch bewusst, dass in unserer Hymne einiges von Gott steckt und unsere Flagge nicht per Zufall ein Kreuz hat.
Für uns Leiter war es eine strenge, aber schöne Zeit, in der wir viel Gelegenheit hatten, die Kinder besser kennen zu lernen und ihnen hoffentlich auch wertvolle Dinge weitergeben konnten.
S SOLA Team
Link: Bilder vom Yoyo SOLA 2010 - Eidgenossen
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